Löhne

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Grafik 1: Bruttolohn Kanton Thurgau, Ostschweiz und Schweiz


Grafik 2: Bruttolohn nach Wirtschaftsabschnitten


Grafik 3: Bruttolohn nach Ausbildung und Geschlecht 

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Thurgauer Beschäftigte verdienen im Mittel 5'700 Franken

Die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Thurgauer Privatwirtschaft verdiente 2012 monatlich mehr als 5'700 Franken brutto, die andere Hälfte weniger. Damit lag der sogenannte Medianlohn im Kanton Thurgau etwa 400 Franken unter jenem der Gesamtschweiz. Die Angaben beziehen sich auf den Bruttolohn, der auf ein einheitliches Arbeitspensum standardisiert wurde.

Die höchsten Medianlöhne finden sich in der Thurgauer Privatwirtschaft in Erziehung und Unterricht, wo die Beschäftigten im Mittel rund 7'200 Franken verdienten. Ebenfalls vergleichsweise hohe Medianlöhne werden in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, dem Bereich «Energie/Wasser/Entsorgung» sowie den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen bezahlt. Am niedrigsten sind die mittleren Löhne im Bereich «Kunst/Unterhaltung/Erholung» und im Gastgewerbe, wo die Beschäftigten im Mittel weniger als 4'500 Franken verdienten.

Diese Unterschiede lassen sich zumindest zum Teil auf strukturelle Unterschiede zwischen den Branchen zurückführen. Ein höherer Anteil hochqualifizierter Arbeitskräfte führt auch zu einem höheren Medianlohn in einer Branche.

Bildung lohnt sich

Ein höheres Bildungsniveau wirkt sich positiv auf den Lohn aus. Thurgauer Beschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung erhielten 2012 im Mittel einen monatlichen Bruttolohn von 4'600 Franken. Wer über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügte, verdiente rund 5'700 Franken, diejenigen mit einer höheren Berufsausbildung sogar 7'600 Franken. Am meisten erhielten die Beschäftigten, die ein Universitätsdiplom vorweisen konnten. Diese erzielten 2012 im Mittel einen Bruttolohn von 9'300 Franken und erreichten damit einen rund doppelt so hohen Medianlohn wie die Beschäftigten ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Frauen verdienen rund ein Fünftel weniger als Männer

Frauen verdienen im Mittel rund 20 % weniger als Männer. Der monatliche Bruttolohn der Frauen lag im Kanton Thurgau 2012 mit 4'900 Franken um mehr als 1'200 Franken tiefer als derjenige der Männer. Die geschlechterspezifischen Unterschiede hängen dabei stark vom Alter ab. Bei den unter 30-jährigen Beschäftigten gibt es kaum Unterschiede zwischen den Thurgauer Arbeitnehmerinnen und ihren männlichen Kollegen. Während der Bruttomedianlohn der Männer danach noch kräftig zunimmt, steigt er bei den Frauen ab etwa dem 30. Lebensjahr kaum mehr weiter an.

Publikation

Ausführliche Resultate der Lohnstrukturerhebung 2012 können der Statistischen Mitteilung  Nr. 3/2015 entnommen werden.
Lohnstrukturerhebung 2012: Ergebnisse für die Privatwirtschaft
 

Tabellen

Bruttolohn nach Wirtschaftsabschnitten, beruflicher Stellung und Geschlecht, Kanton Thurgau, 2012
Bruttolohn nach Wirtschaftsabschnitten, Kompetenzniveau und Geschlecht, Kanton Thurgau, 2012
Bruttolohn nach Wirtschaftsabschnitten, Unternehmensgrösse und Geschlecht, Kanton Thurgau, 2012
Bruttolohn nach Lebensalter, beruflicher Stellung und Geschlecht, Kanton Thurgau, 2012
Bruttolohn nach Ausbildung, beruflicher Stellung und Geschlecht, Kanton Thurgau, 2012
Bruttolohn nach beruflicher Stellung, Geschlecht und Nationalität, Kanton Thurgau, 2012
Bruttolohn nach Berufshauptgruppen, Lebensalter und Geschlecht, Kanton Thurgau, 2012
Anteil der Lohnkomponenten an der Lohnsumme nach Wirtschaftsabschnitten, Kanton Thurgau, 2012

Quelle: Bundesamt für Statistik, Lohnstrukturerhebung 2012

-> frühere Jahre


Erhebung und Begriffe

Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf der Lohnstrukturerhebung 2012 des Bundesamtes für Statistik. Informationen zu dieser Erhebung finden Sie unter
-> Lohnstrukturerhebung 2012

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im
-> Glossar


 

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik

Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen auf nationaler Ebene und nach Grossregionen sowie zur Statistik der Lohnentwicklung
-> Löhne, Erwerbseinkommen 

Berechnung des monatlichen Bruttolohnes (Median) sowie dessen Spannweite anhand frei wählbarer, persönlicher Merkmale (Ausbildung, Alter etc.)
-> Individueller Lohnrechner