Grenzgänger

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Grafik 1: Entwicklung der Grenzgänger seit 2005

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Grafik 2: Grenzgänger nach Berufshauptgruppen 

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Grafik 3: Grenzgänger nach Berufsbranchen

 

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Leichte Zunahme der Grenzgänger im Jahr 2015

Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Kanton Thurgau ist im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Ende 2015 waren im Thurgau 4'960 Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus dem Ausland beschäftigt (Grafik 1). Dies sind rund 170 Personen oder 3,6 % mehr als Ende 2014.
Die Zunahme der Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Thurgau lag im landesweiten Durchschnitt. In den Jahren zuvor war der Anstieg der Grenzgänger gesamtschweizerisch jeweils etwas ausgeprägter gewesen als im Thurgau.

Die Mehrheit der Grenzgänger ist männlich und wohnt in Deutschland

Von den 4'960 Grenzgängerinnen und Grenzgängern im Thurgau waren Ende 2015 zwei Drittel männlich. Die Grenzgängerinnen und Grenzgänger kommen hauptsächlich aus Deutschland (94 %), weitere 4 % stammen aus Österreich.
Jeweils rund ein Viertel gehört zur Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen, 40- bis 49-Jährigen und 50- bis 59-Jährigen. Ein knappes Fünftel ist unter 30 und 5 % sind über 60 Jahre alt.

Anteil der hochqualifizierten Grenzgänger bleibt hoch

Die meisten Grenzgängerinnen und Grenzgänger üben im Thurgau einen akademischen Beruf aus (23 %), weitere 9 % sind Führungskräfte (Grafik 2). Damit haben im Thurgau deutlich mehr Grenzgängerinnen und Grenzgänger einen akademischen Beruf (CH: 12 %) bzw. sind Führungskräfte (CH: 7 %) als in der Schweiz.
Seit 2010 hat im Thurgau die Grenzgängerzahl sowohl in Berufsgruppen, welche von Hochqualifizierten besetzt werden, als auch in jenen von Niedrigqualifizierten zugenommen. Die grössten Zunahmen verzeichneten die Berufsgruppen "Führungskräfte" (+46 %), "Hilfsarbeitskräfte" (+40 %) und "akademische Berufe" (+39 %). Weniger Grenzgänger als 2010 gab es in keiner Berufsgruppe.

Verlagerung vom zweiten zum dritten Sektor setzt sich fort

Ende 2015 arbeiteten 62 % der ausländischen Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Tertiärsektor, davon am meisten im Bereich "Gesundheits- und Sozialwesen" (18 % aller Grenzgängerinnen und Grenzgänger, Grafik 3).
Im Sekundärsektor waren 37 % der Grenzgängerinnen und Grenzgänger beschäftigt (31 % im Verarbeitenden Gewerbe und 6 % im Baugewerbe, Grafik 3).
Im Primärsektor arbeitete nur gerade 1 % der Grenzgänger.

Gegenüber dem Vorjahr nahmen die Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Tertiärsektor um 4,1 % und im Sekundärsektor um 2,7 % zu. Die Zunahme im Tertiärsektor war somit im Jahr 2015, wie in den Jahren zuvor, höher als jene im Sekundärsektor.

Ausländische Grenzgänger nach Sektoren 
Kanton Thurgau, jeweils 4. Quartal

2010

2011

2012

2013

2014

2015

Primärsektor (Landwirtschaft) 38 41 50 43 52 55
Sekundärsektor (Industrie, Gewerbe, Bau) 1'476  1'619  1'702  1'743  1'796  1'845
Tertiärsektor (Dienstleistungen)  2'336  2'584  2'713  2'842  2'940  3'061
Total  3'850  4'245  4'465  4'628  4'788  4'960

Die Summen können durch Rundungen vom Total abweichen.
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Grenzgängerstatistik

Bemerkung:
- Datenstand März 2016

- Die Daten der Grenzgängerstatistik wurden im 4. Quartal 2015 revidiert.

Thematische Karten

Mit dem Thurgauer Themenatlas werden statistische Daten in Form von Karten visualisiert:
->Grenzgänger/innen Total
-> Anteil Grenzgänger/innen am Total der Beschäftigten

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Erhebungen

Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf der Grenzgängerstatistik des Bundesamtes für Statistik.  
   

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
-> Konjunkturanzeiger, Arbeitsmarkt

Bundesamtes für Statistik:
-> Grenzgängerstatistik 

 Statistik für die Bodenseeregion:
-> Grenzgänger