Energie- und Warmwasserversorgung

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Grafik 1: Energieträger für die Heizung nach Bauperiode

Wärmepumpen immer verbreiteter, Heizöl bleibt wichtigster Energieträger für die Heizung

Bei neueren Wohngebäuden setzt sich vermehrt die Wärmepumpe für die Energieversorgung durch. Knapp drei Viertel aller Gebäude mit Wohnnutzung, die zwischen 2011 und 2015 gebaut wurden, setzen Wärmepumpen als Energieträger für die Heizung ein. Bei den zwischen 2000 und 2010 entstandenen Wohngebäuden ist dieser Anteil mit fast 40 % deutlich tiefer.
Wichtigster Energieträger für die Wärmeversorgung der Thurgauer Wohngebäude bleibt weiterhin das Heizöl. Noch immer basieren die Heizungssysteme von über 40 % aller Gebäude mit Wohnnutzung darauf. 28 % der Gebäude verfügen über eine Gasheizung, während etwa jedes achte Haus mit Holz oder einer Wärmepumpe beheizt wird.

Zentralheizungen überwiegen

Ein Grossteil der Gebäude im Kanton wird über eine Zentralheizung mit Wärme versorgt. 85 % der Gebäude verfügen über eine Zentralheizung für das Gebäude, während 8 % ihre Wärme durch Zentralheizungen für mehrere Gebäude beziehen. Einzelofenheizungen finden sich nur noch in 5 % aller Gebäude mit Wohnnutzung, wobei es sich mehrheitlich um Gebäude handelt, welche vor 1919 gebaut wurden.

Alternative Energieträger für die Warmwasserversorgung immer beliebter

Wie bei den Heizungssystemen gewinnen Wärmepumpen auch in der Warmwasserversorgung zunehmend an Bedeutung. Bei den zwischen 2011 und 2015 entstandenen Wohngebäuden nutzen fast zwei Drittel eine Wärmepumpe für die Warmwasserversorgung. Zudem spielen auch Sonnenkollektoren eine immer wichtigere Rolle. 7 % der in den letzten vier Jahren entstandenen Wohngebäude nutzen diese als Energiequelle. Der Anteil an alternativen Energieträgern am Gesamtgebäudebestand mit Wohnnutzung ist mit 12 % wesentlich tiefer (10 % Wärmepumpen, 2 % Sonnenkollektoren).

Heizöl und Elektrizität bei der Warmwasserversorgung wichtigste Energieträger

Bedeutendster Energieträger für die Warmwasserversorgung ist das Heizöl. 31 % aller Wohngebäude nutzen diesen Rohstoff für die Warmwasserversorgung. Während die Elektrizität in der Wärmeversorgung eine untergeordnete Rolle als Energieträger spielt, ist sie in der Warmwasserversorgung von grosser Bedeutung. 28 % der Wohngebäude im Thurgau greifen auf diesen Energieträger zurück.


Tabellen

Ebene Kanton Thurgau
Gebäude mit Wohnnutzung nach Heizungsart und Gebäudekategorie, 2015
Gebäude mit Wohnnutzung nach Energieträger der Heizung und Bauperiode, 2015
Gebäude mit Wohnnutzung nach Energieträger für Warmwasser und Bauperiode, 2015
Ebene Gemeinden
Gebäude mit Wohnnutzung nach Heizungsart und Gemeinden, 2015
Gebäude mit Wohnnutzung nach Energieträger der Heizung und Gemeinden, 2015
Gebäude mit Wohnnutzung nach Energieträger für Warmwasser und Gemeinden, 2015
Zeitreihe
Gebäude mit Wohnnutzung nach Energieträger der Heizung, 2009-2015 
-> frühere Jahre

Erhebung

Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf der Gebäude- und Wohnungsstatistik (GWS) des Bundesamtes für Statistik.

 

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Das Bundesamt für Statistik stellt im Rahmen der Gebäude- und Wohnungsstatistik ausführliche Kennzahlen auf Bundes- und Kantonsebene zum Thema Energie- und Warmwasserversorgung von Wohnbauten zur Verfügung. Die Indikatoren können auch mittels interaktiver Datenbank nach eigenen Bedürfnissen zusammengestellt und abgerufen werden.
-> Gebäude- und Wohnungsstatistik
-> Interaktive Datenbank Gebäude und Wohnungen

Bundesamt für Energie
Das Bundesamt für Energie erstellt Statistiken zur Energieversorgung und zum Energieverbrauch der Schweiz.
-> Energiestatistiken