3.3 Spitex-Kennzahlen

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 Indikatorenübersicht Gesundheit 

 

Grafik 1:
Versorgungsdichte nach Kantonen

 

Grafik 2:
Durchschnittlich pro Klient
oder Klientin verrechnete Stundenzahl nach Leistungsart

 

Grafik 3:
Einnahmen in der Spitex 2015

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Mehr als 500'000 Stunden wurde im Rahmen der Spitex gepflegt und betreut

Im Jahr 2015 wurden im Kanton Thurgau  über 500'000 Stunden für die spitalexterne Pflege und Betreuung (Spitex) von Klienten und Klientinnen geleistet, 3,6 % mehr als im Vorjahr.

Vor allem in der Langzeitpflege stieg der Leistungsumfang wie schon in den letzten Jahren deutlich. Knapp 347'000 Stunden, das sind 24'000 Stunden oder 7,5 % mehr, wurden für diese Leistungsart aufgewendet. Dabei ist der  Zeitaufwand pro Klientin oder Klient in den letzten Jahren markant gestiegen. Wurden zwischen 2000 und 2011 in der Langzeitpflege zwischen 35 und 39 Stunden pro Klientin oder Klient benötigt, wurde im Jahr 2014 der bislang höchste Wert von 56 Stunden pro Klientin oder Klient erreicht. Im Jahr 2015 sank der Zeitaufwand wieder auf 51 Stunden und liegt damit etwas tiefer als in der Gesamtschweiz.

Im Bereich der Hauswirtschaft und Sozialbetreuung wurden 0.6 % weniger Stunden als ein Jahr zuvor verrechnet: gut 150'000 Stunden. Auch der Zeitaufwand pro Klientin oder Klient ist leicht auf 47 Stunden gesunken. Dies ist im Vergleich zur Gesamtschweiz unterdurchschnittlich.

Knapp 1'500 Stunden wurden für die Akut- und Übergangspflege verrechnet und rund 3'000 Stunden für weitere Spitexleistungen (z. B. Fahrdienste oder Mobiliarvermietung). Die Zahl der ausgeteilten Mahlzeiten stieg leicht auf rund 25'500. Damit liegt sie aber weiterhin unter den Werten der Jahre 2011 bis 2013.

28 % der Thurgauer Wohnbevölkerung über 80 beziehen Pflegeleistungen der Spitex

Die Zahl der Klientinnen und Klienten, die Spitexleistungen bezogen haben, ist im Jahr 2015 markant auf 8'195 gestiegen (+14,5 % gegenüber dem Vorjahr). 28 % der Thurgauer Einwohnerinnen und Einwohnern, die 80 Jahre oder älter sind, wurden durch Spitex-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern gepflegt. Gut jede achte Person erhielt hauswirtschaftliche oder sozialbetreuerische Leistungen.

Mehr Personal in der Spitex

Insgesamt 1'202 Personen arbeiteten im Jahr 2015 in 470 Vollzeitäquivalenten in der Spitex. Das sind 5,5 % mehr als im Vorjahr. Der Anstieg betraf gleichermassen den Pflegebereich als auch den Leitungs- und Administrativbereich.

Die Versorgungsdichte ist im Kanton Thurgau im Jahr 2015 leicht auf 1,8 Vollzeitstellen je 1'000 Einwohner (+0,1 Vollzeitstellen) gestiegen. Berücksichtigt man nur die Bevölkerung über 64 Jahre, liegt die Versorgungsdichte bei 10,5 Vollzeitstellen je 1'000 Einwohner (+0,2 Vollzeitstellen). Im schweizweiten Vergleich bewegt sich der Thurgau damit im Mittelfeld. 

34 % der Beschäftigten in der Spitex verfügen über eine höhere Berufsbildung oder Fachhochschulbildung, 25 % über eine berufliche Grundbildung im Bereich Pflege/Betreuung, wovon ein Teil auch noch eine Ausbildung auf nachsekundärer Stufe absolviert hat. Weitere 21 % weisen Pflege-/Betreuungskurse auf, 13 % haben keine spezifische Ausbildung im Bereich Pflege/Betreuung oder sind Praktikanten. Der Rest entfällt auf andere (kaufmännische oder soziale/therapeutische) Ausbildungen.

Klientinnen und Klienten tragen 7 % zur Finanzierung der Pflegeleistungen bei

Im Jahr 2015 fielen in der Spitex im Kanton Thurgau Aufwendungen in der Höhe von 45 Millionen Franken an; 88 % davon entfielen auf Personalkosten. Beim Personalaufwand liegt der Thurgau mit rund 84'000 Franken pro Vollzeitstelle im schweizweiten Vergleich im hinteren Mittelfeld.
Die Finanzierung erfolgte vor allem durch Einnahmen aus Leistungen sowie durch Beiträge der öffentlichen Hand (97 % der Gesamtfinanzierung). 7 % der Leistungen für die Langzeitpflege werden von den Klientinnen und Klienten selbst bezahlt.

Tabelle

Kanton Thurgau, 2011-2015

 Kennzahlen der Spitex

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Spitex-Statistik

 

Weitere Informationen

Detaillierte Daten zur Spitex-Statistik finden Sie auf der Homepage des Bundesamts für Statistik:
-> Hilfe und Pflege zu Hause 

Weitere Informationen zum Bereich Gesundheit finden Sie beim

-> Amt für Gesundheit Kanton Thurgau
-> Spitex Verband Thurgau 
-> Schweizerisches Gesundheitsobservatorium (Obsan) 
-> Bundesamt für Gesundheit (BAG)