Haushalte (Anzahl und Grössenstruktur)

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Grafik 1: Privathaushalte nach Haushaltsgrösse, 1970-2014 


Grafik 2: Privathaushalte nach Zimmerzahl der von ihnen bewohnten Wohneinheit, 2010/2012 



Karte: Anteil Einpersonenhaushalte, 2014


Im Schnitt wohnen 2,3 Personen in einem Haushalt
Ende 2014 gab es rund 112'000 Privathaushalte im Kanton Thurgau. Dies sind etwa 2'000 Haushalte mehr als im Vorjahr. Am stärksten legten Dreipersonenhaushalte zu.

Mehr als zwei Drittel der Haushalte setzen sich aus einer oder zwei Personen zusammen (Grafik 1). Im Durchschnitt betrug 2014 die Haushaltsgrösse 2,33 Personen. Damit sind die Haushalte im Thurgau etwas grösser als in der Gesamtschweiz mit 2,25 Personen.

Mehr Zwei- und Dreipersonenhaushalte seit dem Jahr 2000
Die Zahl der Haushalte hat seit der Jahrtausendwende um über 20 % zugenommen. Am stärksten zugelegt haben dabei die Zweipersonenhaushalte (+35 %). Die Zahl der Dreipersonenhaushalte wuchs - mit etwas Abstand - am zweitstärksten (+27 %). Bis zum Jahr 2000 waren es vor allem die Einpersonenhaushalte gewesen, die auf dem Vormarsch waren. Seither hat sich jedoch der Anteil der Singlehaushalte am Total der Haushalte stabilisiert. Weiter rückläufig ist die Zahl der Haushalte mit fünf Personen oder mehr. Sie ist von rund 8'400 im Jahr 2000 auf 7'900 im Jahr 2013 und 7'800 Haushalte im Jahr 2014 gesunken.

Grosse Gemeinden mit vielen Singlehaushalten
Überdurchschnittlich viele Einpersonenhaushalte gibt es im Kanton Thurgau in den Städten sowie in den Gemeinden am Untersee. In den Gemeinden Gottlieben und Kreuzlingen wohnt in vier von zehn Haushalten nur eine Person. Damit weisen sie einen doppelt so hohen Anteil an Einpersonenhaushalten auf wie die Gemeinden Warth-Weiningen, Schönholzerwilen, Braunau, Wuppenau und Roggwil, wo in gut 20 % der Haushalte nur eine Person wohnt.

Haushalte mit fünf Personen oder mehr werden im Kanton immer seltener. Am häufigsten gibt es sie aber noch in den Gemeinden Schönholzerswilen und Wuppenau. Aber auch hier nahm ihr Anteil gegenüber dem Vorjahr ab und liegt nun bei 14 % bzw. 13 % (Vorjahr: 15 %). In Berlingen sind hingegen weniger als 4 % der Haushalte fünfköpfig oder grösser.

In jedem zehnten Haushalt wohnen ältere Menschen allein
Von den insgesamt 112'000 Privathaushalten lebte in 11'800 Haushalten eine ältere Person von 65 Jahren oder älter allein. Gemessen an allen Haushalten betrifft dies jeden zehnten Haushalt, gemessen an den Einpersonenhaushalten ist es jeder dritte. Junge Menschen unter 25 Jahren wohnen selten alleine (1'400 Haushalte). Betrachtet man die grösseren Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern, so verzeichnet Frauenfeld einen relativ hohen Anteil von jungen Alleinlebenden (5,5 % der Einpersonenhaushalte in Frauenfeld). Vergleichsweise viele ältere Menschen leben in Amriswil allein (37,0 % der Einpersonenhaushalte in Amriswil). In kleineren Gemeinden gibt es teils deutlich mehr Haushalte mit alleinlebenden Rentnerinnen oder Rentnern.

Viele Haushalte haben Platz zum Wohnen
Jeder zweite Thurgauer Haushalt bewohnt 4 bis 5 Zimmer. Dabei kann es sich um ein Einfamilienhaus oder um eine Wohnung im Mehrfamilienhaus handeln. Eine Wohneinheit mit 4 Zimmern wird am häufigsten von einer oder zwei Personen bewohnt: in rund 42 % der 4-Zimmerwohnungen leben zwei Personen, in 23 % wohnt eine Person.
Ein vierköpfiger Haushalt lebt wiederum oft in einer Wohneinheit mit 5 oder mehr Zimmern (66 % der 4-Personen-Haushalte). Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es aber auch Haushalte, die in ausgesprochenen bescheidenen Platzverhältnissen wohnen. So teilen sich 4 % der 4-Personen-Haushalte eine 3-Zimmerwohnung (Grafik 2).

-> mehr zum Thema
Wohnverhältnisse und Wohneigentum
Familien und Haushaltsformen

Publikation


Ausführliche Resultate können der Statistischen Mitteilung Nr. 4/2016 "Haushalte, Familien und Wohnen im Kanton Thurgau" entnommen werden.

"Haushalte, Familien und Wohnen im Kanton Thurgau"

Haushalte_Wohnungen.jpg

Tabellen

Ebene Kanton, Jahresdaten
Privathaushalte nach Haushaltsgrösse, Kanton Thurgau, 1970-2014
Ebene Kanton, gepoolte Daten (2010/2012)
Privathaushalte nach Haushaltsgrösse und Zimmerzahl_2010/2012
Privathaushalte nach Zimmerzahl 2010/2012
Ebene Gemeinden, Jahresdaten
Privathaushalte nach Haushaltsgrösse und Gemeinden, 2012-2014
-> frühere Jahre

 

Thematische Karten

Mit dem Thurgauer Themenatlas werden statistische Daten in Form von Karten visualisiert.

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Erhebungen und Begriffe

Die Daten zu den Privathaushalten stammen einerseits aus der registergestützten Erhebung des Bundesamtes für Statistik (STATPOP) und andererseits aus der Strukturerhebung - einer Stichprobenerhebung. Aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden können sich aus diesen beiden Quellen unterschiedliche Zahlen ergeben. STATPOP ist die Referenzquelle für die Anzahl und die Grösse der Haushalte, während die Strukturerhebung eine Typologisierung der Haushalte unter Berücksichtigung der familiären Beziehungen oder Wohnverhältnisse erlaubt.
 
Ergebnisse aus Stichproben sind mit gewissen Unschärfen behaftet. Wie gross der Unschärfebereich ist, wird durch das Vertrauensintervall angezeigt. Dieses gibt den Bereich an, in dem sich der wahre Wert für die Gesamtbevölkerung mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit befindet. Indem Stichproben aus mehreren Jahren zusammengelegt ("gepoolt") werden, kann der Unschärfebereich verkleinert werden. Zudem ermöglicht das Zusammenlegen von Stichproben, abhängig von der Fragestellung, Auswertungen für kleinere Gruppen oder Regionen (Ebene Gemeinden) zu erstellen.
 
Die hier präsentierten Ergebnisse "Privathaushalte nach Zimmerzahl" stammen aus den gepoolten Daten der Jahre 2010, 2011 und 2012. Sie sind als Mittelwert dieser Jahre zu interpretieren. 
 
Weitere Informationen zu den einzelnen Erhebungen finden Sie unter
-> Bevölkerung (Erhebungen)
 
Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im
-> Glossar
 
 
 

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
-> Familien und Haushaltsformen
-> Wohnverhältnisse und Wohneigentum
-> Mietpreise

Bundesamt für Statistik
-> Familien, Haushalte
-> Haushaltsszenarien 2005-2030