Bevölkerungsstand

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Grafik 1: Wohnbevölkerung in Tausend Personen, 1930-2016

 


Grafik 2: Bevölkerungswachstum in %, 1991-2016

 

 

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Knapp 270'000 Einwohnerinnen und Einwohner
Ende 2016 zählte der Kanton Thurgau 269‘731 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies sind rund 3‘200 Personen mehr als im Vorjahr. Mit 1,2 % ist die Wachstumsrate nach wie vor stattlich, sie liegt aber etwas tiefer als in den Vorjahren. Bereits seit zehn Jahren, seit Einführung der Personenfreizügigkeit, nimmt die Bevölkerungszahl um mehr als ein Prozent pro Jahr zu. 2008 und 2012 waren es gar 1,6 % gewesen.
 
Bezirk Frauenfeld beim Bevölkerungswachstum an der Spitze
Etwa ein Drittel der neuen Einwohnerinnen und Einwohner liessen sich im Bezirk Frauenfeld nieder. Dort gab es vor allem eine Bevölkerungszunahme in den Gemeinden Frauenfeld (+320 Personen) und Gachnang (+230). Neben dem Bezirk Frauenfeld (+1,7 %) legte auch die Bevölkerung im Bezirk Arbon deutlich zu (+1,4 %). Hier hatten allen voran Amriswil (+250 Personen), Egnach (+120) und Roggwil (+100) einen deutlichen Bevölkerungsgewinn.

Geringe Bevölkerungszunahme in der Stadt Kreuzlingen
Der Bezirk Kreuzlingen, der vor einigen Jahren durch ein weit überdurchschnittliches Bevölkerungsplus aufgefallen war, wächst seit zwei Jahren gemächlicher. Das starke Wachstumstempo im Bezirk war unter anderem auf die Bevölkerungszunahme in der Stadt Kreuzlingen zurückzuführen. 2016 blieb hier die Einwohnerzahl nahezu gleich. Münsterlingen (4,4 %), Ermatingen (3,3 %) und Tägerwilen (3,0 %), die in den vergangenen Jahren ebenfalls oft überdurchschnittlich viele neue Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnet hatten, legten auch 2016 kräftig zu. 
 
In fast allen Thurgauer Gemeinden gab es mehr Einwohner als im Vorjahr
69 der 80 Thurgauer Gemeinden registrierten mehr Einwohnerinnen und Einwohner als ein Jahr zuvor. Das Wachstum fiel in diesen Gemeinden jedoch recht unterschiedlich aus. In gut einem Drittel betrug der Anstieg weniger als ein Prozent (26 Gemeinden) und in einem knappen Drittel mehr als 2 % (21 Gemeinden).
11 Gemeinden hatten weniger Einwohner als im Vorjahr. 
In kleineren Gemeinden verursacht ein Wegzug oder Zuzug von einigen Personen oder Familien bereits hohe Veränderungsraten. Die stärkste Bevölkerungszunahme verzeichnete 2016 beispielsweise Dozwil mit 6,8 %. Dies entsprach 46 Personen. In Aadorf fiel die absolute Zunahme ähnlich aus, die Vorjahresveränderung betrug jedoch lediglich 0,5 %.  
 
Wachstum der ausländischen Bevölkerung ebbt auf hohem Niveau weiter ab
Der Bevölkerungszuwachs ist hauptsächlich auf Einwanderungen zurückzuführen. Das Wachstum der ausländischen Wohnbevölkerung schwächte sich 2016 jedoch erneut ab. Mit 2,3 % blieb die Zunahme aber relativ hoch und auch ausgeprägter als in der Gesamtschweiz (1,8 % gemäss Staatssekretariat für Migration).
Per Ende 2016 wohnten rund 65‘300 Ausländerinnen und Ausländer im Thurgau. Deutsche bilden mit rund 21‘500 Personen die grösste Ausländergruppe. Anschliessend folgen Personen aus Italien (9‘300), Mazedonien (6‘900) und Portugal (4‘700).
Gemessen an der Einwohnerzahl haben Staatsangehörige aus Ungarn und Polen am kräftigsten zugelegt (+19 % und +13 %). Absolut gesehen verzeichnen jedoch nach wie vor Deutsche die stärkste Zunahme (+380 Personen).
-> Ausländische Wohnbevölkerung
 
Demografische Alterung setzt sich fort
Seit Jahren wächst die ältere Bevölkerung markant. 2016 betrug das Wachstum der über 65-Jährigen 2,6 %. Personen im Erwerbsalter haben um lediglich 1,0 % zugelegt. 17 % der Thurgauer Bevölkerung oder rund 45‘900 Menschen waren Ende 2016 über 65 Jahre alt. Vor zehn Jahren waren es noch knapp 15 % gewesen. Der Anteil der jüngeren Bevölkerung schrumpfte im gleichen Zeitraum von 24 % auf 20 %.
Grund für den demografischen Wandel sind niedrige Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung. Hat eine Thurgauerin oder ein Thurgauer heute das Alter von 65 Jahren erreicht, kann «sie» mit rund weiteren 22 Jahren und «er» mit 19 Jahren Lebenszeit rechnen. Vor 25 Jahren war die Lebenserwartung bei 65-jährigen Männern vier und bei Frauen zwei Jahre tiefer.
 

Publikation 

 
 
Weitere Resultate zur Wohnbevölkerung der Gemeinden 2016 können der Statistischen Mitteilung  Nr. 1/2017 entnommen werden.
Wohnbevölkerung 2016

Tabellen

Ebene Kanton, Bezirke und Gemeinden
Wohnbevölkerung nach Geschlecht und Nationalität (Schweiz, Ausland), 2015-2016
(Datenquelle: Kantonale Bevölkerungserhebung)
Wohnbevölkerung der Gemeinden (ausgewählte Jahre) und Vorjahresveränderung 2015-2016
(Datenquelle: Kantonale Bevölkerungserhebung und Bundesamt für Statistik, Eidg. Volkszählung)
 
 
Zeitreihen
Wohnbevölkerung der Gemeinden, 1991-2016
(Datenquelle: Kantonale Bevölkerungserhebung)
Bevölkerung_im Kanton Thurgau nach Gemeinden,_1850-2000
(Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Eidg. Volkszählungen)
 

Thematische Karten

Mit dem Thurgauer Themenatlas werden statistische Daten in Form von Karten visualisiert.

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-> Bevölkerung 2016
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Seit 2015 bilden Daten aus PEROB die Grundlage für die kantonale Bevölkerungsstatistik

Der Bevölkerungsbestand wurde für das Berichtsjahr 2016 zum zweiten Mal aus den Daten des kantonalen Personen- und Objektregisters PEROB erstellt. PEROB beruht seinerseits auf den Daten der Einwohnerregister der Gemeinden. Zugleich wurde der Bevölkerungsbegriff soweit als möglich jenem des Bundesamtes für Statistik angeglichen. Die ständige Wohnbevölkerung umfasst seit 2015 alle Personen mit Hauptwohnsitz in einer Thurgauer Gemeinde: Schweizerinnen und Schweizer sowie Ausländerinnen und Ausländer mit einer Niederlassungsbewilligung C, einer Aufenthaltsbewilligung B oder einer Kurzaufenthaltsbewilligung L von 12 Monaten oder mehr. 
 
Weitere Informationen zur Erhebung und zur Revision finden Sie unter
-> Bevölkerung (Erhebungen)
 
Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im
-> Glossar
 
 
 

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
 
Bundesamt für Statistik
 

Staatssekretariat für Migration
-> Ausländerstatistik