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Bevölkerung 2008

 

Bezirke nach bevölkerungswachstum 

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Erstmals mehr als 240'000 Einwohnerinnen und Einwohner
Ende 2008 hatten 241'243 Personen ihren ständigen zivilrechtlichen Wohnsitz im Kanton Thurgau - rund 3'730 Personen oder 1,6 % mehr als im Vorjahr.

Stärkstes Wachstum in Bezirken Kreuzlingen, Frauenfeld und Arbon
Bereits seit mehreren Jahren findet das stärkste Bevölkerungswachstum im Bezirk Kreuzlingen statt. Im Jahr 2008 nahm die Bevölkerung hier um überdurchschnittliche 2,2 % zu. Mit etwas Abstand folgen die Bezirke Frauenfeld und Arbon mit einem Plus von je 1,7 % und der Bezirk Münchwilen mit einem Wachstum von 1,5 %. Auch die übrigen Bezirke weisen ein deutliches Wachstum von über einem Prozent auf (Steckborn, Bischofszell, Diessenhofen und Weinfelden).

Bevölkerungswachstum in vier von fünf Gemeinden
Im Jahr 2008 wiesen 67 der 80 Thurgauer Gemeinden einen Bevölkerungszuwachs aus. Dieser bewegte sich in acht Gemeinden in einem moderaten Rahmen von bis zu 1 %. In knapp 50 Gemeinden nahm die Bevölkerung zwischen 1 % und 3 % zu – in den meisten Fällen lag das Wachstum zwischen 1 % und 2 % (30 Gemeinden). Zehn Gemeinden haben sogar mehr als 3 % an ständiger Wohnbevölkerung dazugewonnen. Am stärksten wuchsen die Einwohnerzahlen prozentual in den Seegemeinden Horn, Ermatingen, Münsterlingen und Altnau.

Zwar haben erneut die bevölkerungsreichen Gebiete im Kanton Thurgau viele neue Einwohnerinnen und Einwohner angezogen, jedoch lag in vier der sechs grössten Gemeinden das Wachstum nur knapp über dem Durchschnitt (Kreuzlingen, Arbon, Amriswil, Romanshorn). Frauenfeld und Weinfelden sind sogar geringer als im kantonalen Mittel gewachsen. Unter den zehn grössten Gemeinden war Aadorf mit einem Plus von 3,1 % mit Abstand der Wachstumsleader.

Jeder vierte ausländische Staatsbürger kommt aus Deutschland
Die deutsche Wohnbevölkerung hat inner Jahresfrist im Kanton Thurgau um rund 2'080 Personen oder 17 % zugenommen. Mit einem Anteil von 28 % (gut 14'000 Personen) haben sich die Deutschen zur mit Abstand bedeutendsten Gruppe unter den Ausländerinnen und Ausländern entwickelt.

Demografische Alterung setzt sich fort
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich 2008 die Altersstruktur im Kanton Thurgau erneut nach oben verschoben. So reduzierte sich der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner, die jünger als 40 Jahre sind, während vor allem die 40- bis 64-Jährigen anteilsmässig zugenommen haben. Im Vergleich zur Schweiz ist der Thurgau jedoch noch immer ein verhältnismässig junger Kanton. Es leben weit mehr Kinder und Jugendliche hier als landesweit und weniger Personen im Rentenalter.


Ausführliche Resultate zur "Wohnbevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2008" können den Statistischen Mitteilung Nr. 1/2009 entnommen werden.

-> Statistische Mitteilungen Nr.1/2009 [367 KB]


Detailtabellen

Wohnbevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2008 nach Nationalität und Geschlecht
(Quelle: Kantonale Bevölkerungserhebung)
[81.0 KB] [38.0 KB]
Wohnbevölkerung der Gemeinden nach Nationalität und Geschlecht, 2005-2008
(Quelle: Kantonale Bevölkerungserhebung)
[40.0 KB] [70.0 KB]
Wohnbevölkerung der Gemeinden 1990, 2000, 2007 und 2008
(Quellen: Bundesamt für Statistik: Eidgenössische Volkszählung,
Kantonale Bevölkerungserhebung)
[14.0 KB] [30.0 KB]
Wohnbevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2008 nach Altersklassen
(Quelle: Kantonale Bevölkerungserhebung)
[18.0 KB] [52.0 KB]

-> Wohnbevölkerung im Jahr 2007

-> Wohnbevölkerung im Jahr 2006

-> Wohnbevölkerung im Jahr 2005

 

Thematische Karten

-> Thematische Karten zum Thema Bevölkerung

Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung gemäss ESPOP-Statistik des Bundesamts für Statistik

In der kantonalen Bevölkerungserhebung wird lediglich der Bestand der ständigen Wohnbevölkerung am Jahresende erhoben. Will man erfahren,  in welchem Ausmass Geburten, Todesfälle, Zuwanderungen und Abwanderungen zur Veränderung des Bevölkerungsbestandes beitragen, ist auf die ESPOP-Statistik des Bundesamts für Statistik zurückzugreifen. Diese ist eine Synthesestatistik, welche verschiedene Datenquellen miteinander verbindet. Sie verwendet die Methode der Bevölkerungsfortschreibung, welche ausgehend von der Bevölkerungszahl zu Beginn eines Kalenderjahres über die natürlichen Bevölkerungs- und die Wanderungsbewegungen den Bevölkerungsstand per Ende des Kalenderjahres ermittelt. Aufgrund der unterschiedlichen Erhebungsmethode und Datenquellen sowie wegen einer etwas anderen Abgrenzung der ausländischen Wohnbevölkerung (in der ESPOP-Statistik werden auch Kurzaufenthalterinnen und Kurzaufenthalter mit einer Aufenthaltsdauer von über einem Jahr sowie internationale Funktionäre und Diplomaten mitgezählt) ergeben sich leichte Differenzen zur kantonalen Bevölkerungserhebung, welche den Bestand der ständigen Wohnbevölkerung gemäss den Einwohnerregistern der Politischen Gemeinden erhebt.

Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Gemeinden, Geschlecht und Heimat, Kanton Thurgau, Jahr 2008
(Quelle: Bundesamt für Statistik, ESPOP)
[153 KB]
 
 
 
 
9. Oktober 2009