Religion und Konfession

Religionslandschaft im Wandel

Mehr als drei Viertel der Thurgauerinnen und Thurgauer gehörten im Jahr 2000 einer der beiden grossen Konfessionen an (Evangelisch-reformiert: 42%, Römisch-katholisch: 36%). Gegenüber dem Jahr 1970 ist dieser Anteil deutlich gesunken, betrug er doch damals noch knapp 98%. Dabei ist der Anteil der evangelisch-reformierten Kirche an der Gesamtbevölkerung etwas stärker zurückgegangen als jener der römisch-katholischen Kirche.

Stark zugelegt haben vor allem die islamischen Gemeinschaften. Deren Anteil an der Bevölkerung vervielfachte sich von 0,4% im Jahr 1970 auf 3,9% im Jahr 1990 und 5,9% im Jahr 2000. Auch zur Gruppe der übrigen protestantischen Kirchen und Gemeinschaften gehörte im Jahr 2000 ein deutlich grösserer Bevölkerungsanteil als zwei Jahrzehnte zuvor.

Stark im Steigen ist ferner die Zahl jener Thurgauerinnen und Thurgauer, die keiner Religionsgemeinschaft angehören. Im Jahr 2000 war dies bei knapp 16'500 Kantonseinwohnern (7,2%) der Fall. Im Jahr 1990 betrug dieser Anteil 3,8%, 1980 1,6%. Zum Vergleich: im Durchschnitt gehören gut 11% der Bevölkerung keiner Religionsgemeinschaft an.

 

Wohnbevölkerung nach religiöser Zugehörigkeit, Kanton Thurgau, 1970-2000 (Quelle: Eidg. Volkszählungen) 

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Wohnbevölkerung Gemeinden nach religiöser Zugehörigkeit, Jahr 2000 (Quelle: Eidg. Volkszählung 2000)

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